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Die U19 des Niendorfer TSV ist erneut Deutscher Futsal-Meister!

Beim Finalturnier in der Sportschule Wedau in Duisburg (20. bis 22.03.2026) verteidigte das Team den Titel aus dem Vorjahr und das mit einem nahezu komplett neuen Kader. 11 von 12 Spielern erlebten das Finale auf Bundesebene zum ersten Mal. Dennoch war der Hunger auf Erfolg ungebrochen.

Schon in der Vorrunde zeigte die Mannschaft, dass sie auch 2026 wieder ganz oben mitspielen will. Mit einem 4:1 gegen Ober-Roden (Hessen) und einem umkämpften 3:2 gegen Königsdorf (NRW) zog das Team souverän ins Halbfinale ein. Im Halbfinale folgte ein klares 4:1 gegen den Rostocker FC.

Im Finale wartete mit dem MTV Ramelsloh ein altbekannter Gegner. Wie schon bei den Norddeutschen Meisterschaften entwickelte sich ein intensiver Nervenkrimi. Der Niendorfer TSV dominierte das Spiel über weite Strecken mit vielen Ballbesitzphasen, während der MTV Ramelsloh defensiv agierte und gezielt auf Konter lauerte.

Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 2:2, die Entscheidung fiel im Sechs-Meter-Schießen. Dort behielt der Niendorfer TSV die Nerven und gewann mit 5:4. Der letzte Schütze des Gegners traf nur den Pfosten – der Moment, in dem alle Dämme brachen. 

Kapitän Magnus Nagel durfte im Anschluss die Meisterschale entgegennehmen und erlebte bei seiner ersten Teilnahme direkt den ganz großen Moment. „Es ist ein sehr großes, sehr gut organisiertes Event gewesen. Jedes Team war extrem motiviert und ist mit unterschiedlichen Spielweisen aufgetreten.“ Besonders entscheidend sei die Konstanz über das gesamte Wochenende gewesen. „Das Trainerteam hat uns optimal vorbereitet, wir haben Szenen aufgearbeitet und wurden auch abseits des Feldes super von unserer Betreuerin (Katrin Möller) versorgt. Vor allem unser Zusammenhalt hat uns getragen.“

„Das Wochenende war unglaublich und so voller Emotionen“

Auch innerhalb der Mannschaft spielten Routinen eine wichtige Rolle. „Wir haben Rituale, die uns durch die ganze Saison begleiten und uns als Team noch enger zusammenbringen“, so Magnus Nagel. Für Betreuerin Katrin Möller selbst war das Wochenende erneut ein ganz besonderes Erlebnis. „Das Wochenende war unglaublich und so voller Emotionen. Von der ersten Minute in Duisburg fühlte sich alles gleich wieder so vertraut an. Alles war wie gewohnt bestens organisiert.“ Besonders berührt habe sie die Atmosphäre vor Ort. „Sowohl der eine oder andere Mitarbeiter der Sportschule Wedau als auch von der Security haben uns gesehen und sofort wiedererkannt. Das hat mir ein wirklich schönes Gefühl gegeben.“

Auch die Entwicklung der Mannschaft hebt sie hervor. „Gerade bei so einem aufregenden Wochenende wächst man unglaublich als Team zusammen. Die Spieler haben genau den Einsatz und Kampfgeist auf dem Spielfeld gezeigt, den ich mir von ihnen gewünscht habe.“ Für sie ist vor allem die Unterstützung von außen entscheidend. „Das Anfeuern und Jubeln beim Spiel ist für mich eine Herzensangelegenheit.“

Flying Goalkeeper als Spielidee

Eine prägende Figur des Turniers war Torhüter Yves-Anthony Weitze, der als bester Torspieler ausgezeichnet wurde. Für ihn lag der Schlüssel vor allem in der taktischen Ausrichtung. „Wir haben viel mit dem ‚Flying Goalkeeper‘ gearbeitet. Das hat viele Gegner überrascht und mir persönlich extrem viel Spaß gemacht.“ Seine Erfahrung aus dem Vorjahr habe ihm zusätzlich geholfen. „Man kennt den Ablauf, kann sich besser auf die Rolle einstellen und zeigen, wie man sich weiterentwickelt hat.“

Seinen größten Entwicklungsschritt sieht Yves Weitze klar im zweiten Turnier. „Wir haben den ganzen Winter daran gearbeitet, die Rolle im System zu verbessern. Außerdem habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir dieser Spielstil macht.“ Entscheidend für seine Auszeichnung sei auch das Vertrauen gewesen. „Das Vertrauen vom Trainerteam und von den Jungs war extrem wichtig, gerade, wenn man als Torwart so offensiv eingebunden ist.“ Dies zeigte sich auch in den Spielen: Die Mannschaft agierte als geschlossenes Kollektiv und setzte das Spielsystem konsequent und überzeugend um.

Auch das Trainerteam hob diesen mutigen Ansatz hervor. Der konsequente Einsatz des Flying Goalkeepers sei von Beginn an Teil der Spielidee gewesen. Man bewerte den strategischen Nutzen höher als das Risiko, da im Futsal eine Überzahlsituation das Spiel komplett verändern könne. Ziel sei es gewesen, durch gezieltes Timing und klare Entscheidungen Überzahlsituationen zu schaffen und auszuspielen.

„Es war cool, sich mit einem komplett anderen Kader erneut durchzusetzen“

Eine besondere Rolle nahm dabei Cheftrainer André Drawz ein. Aufgrund der bevorstehenden Geburt seines zweiten Sohnes konnte er nicht vor Ort in Duisburg sein, war aber dennoch mittendrin. Über den Livestream und den direkten Draht zum Trainerteam verfolgte er jedes Spiel und ließ den Jungs immer wieder individuelle Nachrichten zukommen. Diese taktischen Anweisungen aus Hamburg und Duisburg erwiesen sich als wertvoll für das Team und sorgten zusätzlich für Fokus und Motivation. 

„Es war cool, sich mit einem komplett anderen Kader erneut durchzusetzen. Die Jungs wollten zeigen, dass auch sie das schaffen“, so Drawz. Der Großteil der Mannschaft war beim letzten Titel gar nicht dabei, der Drang, sich zu beweisen und in diese Fußstapfen zu treten, war entsprechend groß. Statt Druck habe der Titelgewinn 2025 vor allem Motivation ausgelöst.

Die Spieler wurden auch von den Schiedsrichtern und DFB-Offiziellen als positives Vorbild hervorgehoben. Sowohl auf als auch neben dem Spielfeld hinterließ die Mannschaft einen hervorragenden Eindruck und repräsentierte nicht nur den eigenen Verein, sondern gemeinsam mit dem MTV Ramelsloh den Norden auf beeindruckende Weise beim DFB.

Der Hamburger Fußball-Verband gratuliert dem Niendorfer TSV zur Titelverteidigung!

Als Schiedsrichter aus dem HFV mit bei den Deutschen Meisterschaften waren Christopher Siegk und Luc André Herrmann.

Blick nach vorn

Nach dem Futsal-Triumph richtet sich der Blick direkt nach vorne. Bereits am Mittwoch wartet im Pokal beim SC Vorwärts Wacker die nächste Aufgabe. Mit dem frisch gewonnenen Titel im Rücken dürfte das Selbstvertrauen jedoch größer denn je sein.

Der Kader des Niendorfer TSV:

Yves-Anthony Weitze (TW), Niklas Benjamin Granzow, Jesse Silvan Petri, Richard Immanuel Karim Krüger, Liam Oliver Lütjens, Kyrylo Usov, Magnus Alexander Nagel, Bruno Jul Broocks, Jamiel Nicklizo William, Danyel Mohamad, Kian Schröder (TW), Quentin Benedikt Nordmeier

Das Trainer- und Betreuerteam: 
André Drawz, Georg Drawz, Julián Garcia Mehrens, Katrin Möller, Lukas Rösel, Matiano Rados

Niendorfer TSV erneut Deutscher Futsal-Meister 2026

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