Dennis Duwe erklärt das Konzept: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie auf rund 700 Quadratmetern – moderne Technik und individuelle Betreuung für neurologische Patienten

HAMBURG – Mit dem Neurologischen Therapiezentrum Altona erweitert das Asklepios Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) sein therapeutisches Angebot in Hamburg. Auf rund 700 Quadratmetern werden Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unter einem Dach vereint. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Schädigungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose (MS) oder nach einem Schädel-Hirn-Trauma.

Dennis Duwe erläutert die Idee hinter dem neuen Zentrum und erklärt, warum es wichtig ist, unterschiedliche Therapieangebote an einem Ort zusammenzuführen.
Die Idee entstand aus familiärer Erfahrung
Duwe berichtet, dass sein beruflicher Weg wesentlich durch seinen Vater geprägt wurde. Dieser spielte früher professionell Fußball, unter anderem beim Hamburger SV und beim FC St. Pauli. Nach einer schweren Knieverletzung beschäftigte er sich intensiv mit Physiotherapie und Rehabilitation und entschied sich schließlich, eine eigene physiotherapeutische Einrichtung aufzubauen.

Die Arbeit begann in Hamburg mit einem Schwerpunkt auf orthopädischen Beschwerden. Dazu gehörten beispielsweise Knieverletzungen, Kreuzbandrisse und Probleme mit dem Sprunggelenk. Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich im Laufe der Zeit ein größeres therapeutisches Angebot.

Mit dem neuen Therapiezentrum wird nun ein weiterer Schwerpunkt gesetzt: die neurologische Rehabilitation. Dabei geht es um Menschen, die nach schweren Erkrankungen oder Verletzungen häufig umfangreiche Unterstützung benötigen, um alltägliche Fähigkeiten wiederzuerlangen.

Warum alle Therapien an einem Ort stattfinden sollen
„Lass uns doch alles an einem Ort machen“, beschreibt Duwe den grundlegenden Gedanken hinter dem Konzept.
Bisher müssen neurologische Patienten für unterschiedliche Behandlungen häufig verschiedene Einrichtungen aufsuchen. Während sie beispielsweise Physiotherapie an einem Ort erhalten, müssen sie für Ergotherapie oder Logopädie möglicherweise zu einer weiteren Praxis fahren.

Das bedeutet zusätzliche Wege und organisatorischen Aufwand – nicht nur für die Patienten, sondern auch für ihre Angehörigen. Gerade Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind auf Unterstützung angewiesen und können solche Fahrten als besonders belastend erleben.

Das neue Zentrum soll diese Situation erleichtern. Die Patienten können mehrere Therapieangebote am selben Standort wahrnehmen. Angehörige müssen ihre Familienmitglieder dadurch nicht mehr für jede Behandlung zu unterschiedlichen Einrichtungen begleiten.

Duwe betont, dass dabei auch die Angehörigen berücksichtigt werden müssen. Sie übernehmen im Alltag häufig eine wichtige Rolle bei der Betreuung und Unterstützung der Erkrankten. Wenn die therapeutische Versorgung besser organisiert ist, können auch sie entlastet werden und Zeit für eigene Erledigungen gewinnen.
Schlaganfall, MS und Schädel-Hirn-Trauma im Mittelpunkt
Im Gegensatz zu klassischen orthopädischen Einrichtungen konzentriert sich das Zentrum auf neurologische Erkrankungen und deren Folgen.
Nach einem Schlaganfall können beispielsweise Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Sprache beeinträchtigt sein. Manche Patienten müssen lernen, ihre Hände wieder gezielt einzusetzen, Bewegungen neu zu koordinieren oder sprachliche Fähigkeiten zurückzugewinnen.

Hier setzen die verschiedenen Therapieformen an: Die Physiotherapie unterstützt die Wiederherstellung von Bewegungsabläufen und Gleichgewicht. Die Ergotherapie hilft dabei, wichtige Fähigkeiten für den Alltag wieder zu erlernen. Die Logopädie widmet sich Sprach-, Sprech- und Kommunikationsproblemen.
Ein besonderer Vorteil des gemeinsamen Standorts ist die Möglichkeit, dass die beteiligten Therapeuten ihre Beobachtungen und Erfahrungen miteinander austauschen können. So lässt sich die Behandlung besser aufeinander abstimmen.
Moderne Technik und persönliche Betreuung
Auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern stehen moderne, computergestützte Therapiegeräte zur Verfügung. Gleichzeitig bleibt die klassische Einzelbehandlung ein wichtiger Bestandteil des Angebots.
Duwe erklärt, dass sowohl moderne technische Möglichkeiten als auch die persönliche Arbeit zwischen Therapeut und Patient zum Konzept gehören. Entscheidend sei, die Behandlung an den jeweiligen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Patienten auszurichten.

Das Zentrum beschäftigt nach Angaben von Duwe rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team ist international zusammengesetzt. Dazu gehören auch drei türkische Therapeuten sowie zwei spanischsprachige Fachkräfte. Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt prägen damit den Arbeitsalltag.
Gemeinsame Arbeit für bessere Abstimmung
Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen therapeutischen Fachbereichen. Wenn Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden ihre Erfahrungen austauschen, können Fortschritte und Schwierigkeiten schneller in die weitere Behandlung einfließen.

Das Ziel besteht darin, neurologische Patienten umfassend zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, möglichst viele Fähigkeiten für ein selbstständiges Leben zurückzugewinnen.

Mit dem Neurologischen Therapiezentrum Altona setzt Asklepios auf ein Versorgungskonzept, das verschiedene Therapieangebote zusammenführt und zugleich die Situation der Angehörigen berücksichtigt.

Adresse:
Asklepios Neurologisches Therapiezentrum Altona
Paul-Ehrlich-Straße 1
22763 Hamburg
Telefon: 040 1818 81-1175
Bericht: Futbolexpress.de

